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Chronik des Sportverein Gresgen 1925
e.V. Im
Sommer des Jahres 1925 taten sich fünf junge Männer in unserem Heimatdorf zusammen und gründeten den Kraftsportverein
Gresgen. Als
Hauptinitiator galt Albert Schöne, der sich bereits Jahre zuvor mit seinem Bruder
Wilhelm beim Turnverein Zell aktiv betätigte . Am
18. September 1925 fand dann die
eigentliche Gründungsversammlung in dem von der Gemeinde zur Verfügung
gestellten alten Schulhaus statt. In dieser Versammlung wurde auch die erste
Vorstandschaft des Sportvereins gewählt, die sich folgendermaßen
zusammensetzte: 1. Vorstand: Alfred Steinebrunner Schriftführer
& Rechner : Albert
Heitzmann 1. und 2.
Übungswart: Albert Schöne Wilhelm
Zäh 1. und 2.
Beisitzer: Hermann
Wagner Friedrich
Grether Der
Zweck des Vereins war die Ausbildung in Leicht- und Schwerathletik, Ringen,
Stemmen, Wurfübungen mit Gewichten usw. Der Übungsraum befand sich am Gründungsort des
Kraftsportvereins Gresgen, im alten Schulhaus unter dem Schulsaal ( früher
diente dieser Raum als Ortsarrest ). Es
entwickelte sich nun eine rege Vereinstätigkeit. Bereits ein Jahr nach der
Gründung trat der Verein dem Oberrheingau bei, damit sich die Sportler auch an
Wettkämpfen beteiligen konnten. Schon in diesen Anfangsjahren konnten die
jungen Ringer und Stemmer sehr schöne Erfolge verzeichnen und es entstanden
freundschaftliche Bande zu den benachbarten Vereinen. Neben den sportlichen
Leistungen wurde auch die Kameradschaft gepflegt und es wurden Ausflüge
unternommen und im Wechsel mit den anderen Vereinen an Silvester, Ostern und
Weihnachten gesellige Feiern veranstaltet. Man
kann es heute wohl kaum ermessen, welche persönlichen Opfer die Sportler in der
damaligen Zeit auf sich nahmen, um das Vereinsleben aufrecht zu erhalten. Das
einzige Beförderungsmittel zu den Wettkämpfen war die Bahn, die jeder aus der
eigenen Tasche bezahlen mußte. Die
erste Ringermatte des Vereins nähten die Vereinsmitglieder aus Jutesäcken, die
in den Zeller Industriegebieten beschafft wurden. In diese Säcke wurde
getrocknetes Seegras gesteckt, das zuvor von den Mitgliedern gesammelt wurde. Im
Jahre 1931 konnte der KSV Gresgen
zum ersten Mal die Gaumeisterschaften in den Disziplinen Ringen, Stemmen und
Leichtathletik im Löwengarten auf dem Rümmelesbühl durchführen. Ein
besonderes Jahr war dann 1933 die Weihe der ersten Vereinsfahne.
Dies wurde am 6. August mit einem Gartenfest gefeiert. Am Festumzug dieser
Feier nahmen fünf Gresgener und sieben auswärtige Vereine teil. Ein
Zeichen dafür, daß der Verein schon in jungen Jahren freundschaftliche Bande
geschlossen hatte. Die
damalige Mannschaft der Ringer spielte in den Kämpfen des Oberrheingaues immer
eine gewichtige Rolle. Auch
bei den Gaumeisterschaften erzielten die Sportler aus Gresgen immer einige
erste Plätze, wobei besonders Albert Schöne im Ringen und Stemmen immer bei den
Siegern war. Des weiteren waren Hermann Wagner, Friedrich Grether, Fritz und
Erwin Heitzmann, Otto Grether, Wilhelm Seider, Wilhelm und Max Weiß, Max Roser,
Wilhelm und Karl Schöne, Josef Butz, Emil Trefzer, Erwin Brombacher, Ernst
Glatt, Hans Heitzmann, Hans Brunner, Fritz Wagner und Hans Gressel bei vielen
Sportveranstaltungen dabei errangen sehr schöne Erfolge. Im
Jahr 1938 konnte das erste Skirennen
für Schüler und Jugendliche am Buck durchgeführt werden, wobei die Jungen in
Hans Brunner einen hervorragenden Lehrmeister hatten. Mit
Beginn des Zweiten Weltkrieges kam das Vereinsleben fast vollständig zum
Erliegen. Es wurden so gut wie alle aktiven Sportler des Vereins eingezogen,
weshalb wohl kaum ein anderer Verein so viele Kameraden verlor wie der
Kraftsportverein. Auf
das Betreiben unseres Gründungsmitgliedes Wilhelm Schöne wurde am 04. Februar 1949 der Sportverein Gresgen (wie er nun hieß ) wieder gegründet.
Als Vorstand wählte die Versammlung Johannes Glatt. Im Herbst desselben Jahres
beteiligte sich der Verein mit einer jungen Ringermannschaft wieder an den
Verbandskämpfen des Bezirks Oberrhein. Die Kämpfe wurden damals imLöwensaal
durchgeführt. Im
Jahre 1950 feierte der Verein sein
25-jähriges Jubiläum, verbunden mit der Austragung der Bezirksmeisterschaften.
Anläßlich dieser Veranstaltung erhielten unsere Gründungsmitglieder Albert und
Wilhelm Schöne und Alfred Steinebrunner aus der Hand des Festpräsidenten Karl
Schöne die Ehrenurkunde mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Für die beiden
gefallenen Mitgründer Friedrich Grether und Wilhelm Zäh die Mütter diese
Auszeichnung entgegen nehmen. Schon
zwei Jahre nach der Wiedergründung im Jahre 1951 konnte man den ersten sportlichen Erfolg verbuchen. Die
Mannschaft wurde Meister in der Kreisklasse im Ringen. Auch kann der Wunsch zum
Ausdruck , ein Übungslokal zu bauen. Dieses Thema war nun in jeder
Generalversammlung zu hören und im Jahre 1954
war es dann soweit. In einer beispiellosen
Gemeinschaftsarbeit von Musik-, Gesang-, und Sportverein zusammen mit der
Gemeindeverwaltung wurde dann der Rohbau der Sporthalle erstellt. Als treibende
Kraft galt der Sportverein, der bereits ein Jahr zuvor das Grundstück erworben
hatte und auch entsprechende Totogelder beisteuerte. Bei den
Vorbereitungen zum Bau der Sporthalle
waren Wilhelm Schöne, Karl Schöne, Fritz und Max Tschechin sowie der damalige
Bürgermeister Wilhelm Grether die treibenden Kräfte. Mit diesem Bau wurde für
die Gresgener Vereine die Grundlage für eine positive Weiterentwicklung gelegt. Pfingsten
1955 feierte der Verein sein
30-jähriges Jubiläum in der neuen Sporthalle, verbunden mit der Austragung des
Bezirksfestes. Die
folgenden Jahre brachten ein Auf und Ab der sportlichen Erfolge. Der
Sportverein nahm an den Rundenkämpfen des Oberrheinbezirks teil. An
Einzelmeisterschaften war der Verein immer gut vertreten und konnte schöne
Erfolge erringen. Im Winter wurde die schon traditionellen Skirennen
durchgeführt. Außerdem veranstaltete der Verein im Wechsel mit den anderen
Gresgener Vereinen die Feiern an Weihnachten, Silvester und Ostern. 1956 wurde wieder
ein Bergfest auf dem Rümmelesbühl durchgeführt, und in diesem Jahr wurde auch
eine neue Ringermatte gekauft. Im Jahr darauf waren die alten Athleten des
Bezirks Oberrhein zum erstenmal Gäste des Sportvereins. Es hat den Kameraden in
Gresgen so gut gefallen, daß sie sich bis heute noch viele Male hier bei Sport
und Geselligkeit trafen. Die
jungen Mädchen des Ortes schlossen sich in diesen Jahren zu einer Damenriege
zusammen, die unter der Anleitung von Karl Brunner aus Hausen bei
Veranstaltungen gymnastische Übungen und Tänze aufführte. Leider löste sich
diese Gruppe im Laufe der Zeit wieder auf. Ein
Sommernachtsfest, verbunden mit einem Mannschaftsturnier im Jahre 1958 mit den Nachbarvereinen Zell,
Hausen, Wieslet, Gersbach und Inzlingen, das der ASV Zell gewann, festige die
freundschaftlichen Bande. 1959 veranstaltete
der Sportverein zwei bunte Abende, wovon der erste von unseren Sportlern und
der zweite von bekannten Künstlern gestaltet wurde. Außerdem wurden in diesem
Jahr die Bezirksmeisterschaften von unserem Verein mit sehr gutem Erfolg
ausgetragen. Abschied
nehmen mußte der Verein in diesem Jahr von Gründungsmitglied Alfred
Steinebrunner. Im
Jahre 1960 konnte sich erstmals ein
Ringer unseres Vereins zu den deutschen Meisterschaften qualifizieren. Adolf
Homberger nahm an den Deutschen Jugendmeisterschaften teil. Dies gelang ihm ein
Jahr später erneut. Auch Karl Schöne (im Jahr 1961) und Karlheinz Wagner (im
Jahr 1965) konnten sich für die Deutschen Juniorenmeisterschaften
qualifizieren. Dies gelang Manfred Trefzer gleich mehrmals mit schönem Erfolg. 1961 wurden
unsere langjährigen Mitglieder Karl Schöne sen., Otto Grether und Hans Brunner
für ihre Verdienste um den Sportverein Gresgen vom damaligen Vorsitzenden Fritz
Tscheulin zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zum
erstenmal wurde 1962 neben dem
alpinen Skirennen ein Skilanglauf für die Mitglieder des Vereins durchgeführt. In
den nun folgen Jahren begann sich die Jugendarbeit auszuzahlen. Bei Bezirks-
und Südbadischen Meisterschaften wurde vom Nachwuchs eine große Anzahl erster
Plätze und weitere gute Plazierungen errungen. Mit den Erfolgen der Jugend ging
es mit der Mannschaft auch wieder rapide aufwärts. In den Jahren 1963-1966
wurde der SV Bezirksmeister und stieg in die Grenzliga auf, wo auch gleich
wieder zweimal der Meistertitel errungen wurde. Die Aufstiegskämpfe in die
Oberliga gingen leider verloren. Dieser Aufstieg jedoch auch mit wesentlich
höheren Kosten verbunden gewesen. Der
Gresgener Sportkamerad Karlheinz Wagner konnte in der Zeit von 1958-1968
insgesamt 16 Bezirks- und zwei Südbadische Meistertitel verbuchen. 1965 feierte der
Sportverein sein 40jähriges Jubiläum mit einem zweitägigen Fest in der
Sporthalle. Am Festbankett wurden unsere verdienstvollen Mitglieder Emil
Trefzer, Fritz Heitzmann, und Hermann Heitzmann vom Vorsitzenden Willi Trefzer
zu Ehrenmitgliedern ernannt. Am zweiten Tag fand ein Auswahlkampf im Ringen
zwischen dem Oberrhein und dem Elsaß statt. In den Reihen der
Oberrheinmannschaft stand auch Karlheinz Wagner. 1967 löste
Hermann Trefzer als Vorstand ab und wurde später auch Vorsitzender des Bezirks
Oberrhein. In diesem Jahr wurde dem Sportverein die Durchführung der
Bezirksmeisterschaften und des Alten-Athleten-Treffens wieder übertragen. Im
Jahr 1969 führte der Verein zum
erstenmal einen zweitägigen Ausflug durch. Sportlich gesehen war das Jahr 1969
wieder sehr erfolgreich. Die I. Mannschaft des Sportvereins wurde Meister in
der Landesliga und die II. Mannschaft wurde Vizemeister in der Bezirksklasse
und Friedhelm Wagner wurde Südbadischer Meister im Rasenkraftsport und nahm an
den deutschen Meisterschaften teil. In
der Generalversammlung im Jahre 1972
wurden unsere Mitglieder Wilhem Schöne, Karl Schöne sen., Willi Trefzer, Hans
Brunner, Hermann Heitzmann und Otto Grether mit der Ehrennadel in der Alten
Athleten für 40jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet. In
der Verbandsrunde 1973/74 konnte unsere
I.Mannschaft wieder einmal die Meisterschaft in der Landesliga erringen und
Aufstiegskämpfe zur Südbadischen Oberliga bestreiten, die jedoch verloren
gingen. Im
Jahre 1975 feierte der Sportverein
Gresgen vom 11.-14. Juli im großen Festzelt auf der Mülle sein 50-jähriges
Jubiläum. Die Gründungsmitglieder Albert und Wilhelm Schöne wurden an diesem
Fest für ihre herausragenden Verdienste von Walter Gerbel mit der goldenen
Verbandsehrennadel ausgezeichnet. Außerdem wurde Willi Trefzer an diesem
Jubiläum zum Ehrenmitglied ernannt. Er starb jedoch acht Monate später im Alter
von 66 Jahren viel zu früh. Nur
zwei Jahre später mußten wir auch von unserem Gründungs- und Ehrenmitglied
Albert Schöne Abschied nehmen. Eine großen Abordnung unseres Vereins begleitete
den toten Kameraden neben einer großen Trauer- gemeinde mit der Vereinsfahne zu
seiner letzten Ruhestätte in Wieslet. Unser Vorstand Hermann Vollmer würdigte
in bewegten Worten, was Albert Schöne für den Sportverein und den
Schwerathletiksport getan hatte. Im
Jahre 1977 machte der Sportverein
einen zweitägigen Ausflug zu den Weltmeisterschaften im Freistil-Ringen in
Lausanne. Hautnah konnte man die Weltspitze der Ringer beobachten und zu aller
Freude wurde der Freiburger Adolf Seger
Weltmeister. Nach
dem die I. Mannschaft im Jahre 1977
die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga erringen konnte, erreichten die
Gresgener Ringer ein Jahr später sogar den Meistertitel. Leider wurden jedoch
die Aufstiegskämpfe in Schiltigheim/Elsaß gegen den Gastgeber und gegen die
II.Mannschaft aus Triberg verloren. Nach
einiger Zeit konnten sich im Jahre 1980 erneut
zwei Nachwuchsringer unseres Vereins für die Deutschen Meisterschaften
qualifizieren. Jürgen Tscheulin und Peter Eichin erreichten Platz vier bzw.
Platz acht. Weiter nahmen Martin Streich und Gerd Homberger an den Deutschen
Jugendmeisterschaften teil. 1981 konnten sich die Gresgener Ringer Peter Eichin
und Axel Grether zu den Deutschen Meisterschaften qualifizieren. In
den folgenden Jahren war der Sportverein im sportlichen Bereich in Betracht auf
die Rundenkämpfe eher auf einem Tiefpunkt angelangt. Jedoch stellten sich bei
Bezirks- und Südbadischen Meisterschaften schöne sportliche Erfolge ein. Im
Jahre 1983 besuchte eine
Ringermannschaft aus Korb unseren Verein, wobei freundschaftliche Bande
geschlossen wurden. Nach längerer Pause veranstaltet der SV in diesem Jahr auch
wieder einen zweitägigen Ausflug nach Zermatt. Ein
Jahr nach dem Besuch aus Korb beschloß der Verein einen Gegenbesuch zu machen,
und der für dieses Jahr anstehende Vereinsausflug wurde zu der
Freundschaftsmannschaft nach Korb gemacht. Im
Jahre 1983 wurde durch eine Satzungsänderung eine neue Abteilung in den
Sportverein aufgenommen. Der Schulleiter
Eike Dantona hatte den Antrag gestellt, seine Basketballmannschaft an
den Sportverein anzugliedern, da die Vereinszugehörigkeit eine Voraussetzung
für die Startberechtigung der Mannschaft ist. 1985 feierte der
Sportverein sein 60-jähriges Jubiläum mit einem dreitägigen Fest in der
Sporthalle. Am Festbankett wurden unsere verdienstvollen Mitglieder Kurt
Eichin, Hans Glatt, Heinrich Schultheiß, Robert Trefzer, Alfred Vollmer,
Hermann Vollmer, Hermann Wehrle und Karl Weiß vom Vorsitzenden Adolf Homberger
zu Ehrenmitglieder ernannt. Am Sonntag fand ein Kampf zwischen dem SV Gresgen
und einer Oberrheinauswahl statt. In
den folgenden Jahren waren die sportlichen Erfolge ein wechselndes Auf und Ab.
Es wurde mit zwei Mannschaften an den Rundenkämpfen des Bezirks Oberrhein, in
der Bezirksliga und in der Kreisliga teilgenommen. An Einzelmeisterschaften war
der Sportverein immer gut vertreten. Auch im Jahr 1986 konnten wieder zwei Jugendringer aus Gresgen an den deutschen
Meisterschaften teilnehmen, Klaus Kramer und Bruno Berger. Durch
die Initiative des damaligen Vorstands Adolf Homberger bekam der Sportverein im
Jahre 1986 die Bezirksmeisterschaften im griechisch-römischen Stil als
Ausrichter zugesprochen. Diese Großveranstaltung, bei der das halbe Dorf
mithalf, wurde in Zell in der Stadthalle durchgeführt. Pfingsten
1987 führte der Sportverein sein
erstes Grümpelturnier auf dem neu hergerichteten Sportplatz auf dem
Rümmelesbühl durch. Am 15. Oktober dieses Jahres feierte unser Gründungs- und
Ehrenmitglied Wilhelm Schöne seinen 80. Geburtstag, bei dem der SV die
Bewirtung für die Gäste in der Sporthalle übernahm. Neu
eingekleidet präsentierte sich unsere I. Mannschaft beim ersten Kampf der Runde
1987/88. Gestiftet wurden die neuen Anzüge von der Metzgerei Erwin Schwald in
Hausen. Nach
der guten Resonanz richtete der Sportverein im Januar 1988 erneut die Bezirksmeisterschaften im griechisch-römischen Stil
aus. Wiederum mußten zahlreiche Helfer angeboten werden, um diese Veranstaltung
in der Sporthalle in Zell auszurichten. Der
Bezirkstag des Bezirk III Oberrhein im Ringen fand im Jahr 1988 in Gresgen im
Hotel Löwen statt. Am
1. Weihnachtsfeiertag 1988 führte der Sportverein Gresgen turnusgemäß die
Weihnachtsfeier in der Sporthalle in Gresgen durch. Während dieser
Veranstaltung konnten vier verdiente Sportler und Mitglieder zu
Ehrenmitgliedern ernannt werden: Fritz und Max Tscheulin, Alfred Räuber und
Adolf Heitzmann. Im
Jahre 1989 wurde in der Sporthalle
in Gresgen der 1.Preis –Jass vom Sportverein durchgeführt. Durch die große
Beteiligung war man sich einig, daß diese Veranstaltung bald wiederholt werden
soll. Im
Frühjahr 1989 schafften es gleich zwei Jugendringer von Gresgen sich für die
Baden-Würtembergischen Meisterschaften zu qualifizieren. Während Andreas
Vollmer vierter wurde und somit knapp Bronze verpaßte, setzte sich Nils Kiefer
gegen die gesamte Konkurrenz durch und wurde Meister in seiner Klasse (115 kg). Nur
einen Monat später im April nahmen mit Andreas Vollmer und Nils Kiefer seit
längerer Zeit wieder einmal zwei Jugendliche vom SV Gresgen an den Deutschen
Meisterschaften teil. Hierbei konnte Andreas Vollmer mit zwei Siegen den
5.Platz erreichen. Sein Kollege Nils Kiefer konnte mit zwei Siegen ins Finale
einziehen. Mit dem Gewinn des Endkampfes konnte Nils Kiefer als erster Ringer
in der bisherigen Vereinsgeschichte den Titel eines Deutschen Meisters
erzielen. Diese beiden erfolgreichen Ringer wurden nach der Rückkehr von den
Deutschen Meisterschaften in Gresgen festlich empfangen. Absoluter Höhepunkt
war die Teilnahme von Nils Kiefer an den Europameisterschaften im türkischen
Bursa. Unter den sechs Teilnehmern in seiner Gewichtsklasse bis 115 kg konnte
er am Schluß einen hervorragenden 5. Platz erreichen. Mit
einer gezielten Jugendarbeit stellten sich im Vereinsjahr 1990 die sportlichen Erfolge ein. Nach dem bei den
Bezirksmeisterschaften mehrere erste Plätze gewonnen werden konnten, ging es
bei den Südbadischen Meisterschaften ebenso erfolgreich weiter. Südbadische
Meister in Ihren Gewichtsklassen wurden Markus Eichin (gr.-röm. &
freistil), Kai Kiefer (Freistil), Andreas Vollmer (gr.röm. und Freistil), Nils
Kiefer (Jugend & Junioren ), Gerd Heitzmann (Freistil ). Für
den Jugendringer Nils Kiefer galt es in diesem Jahr seinen Deutschen
Meistertitel zu verteidigen. Nils Kiefer unterlag im Finale seinem Gegner und
landete so auf dem 2.Platz. Weiter konnten sich die Jugendlichen Ralf Grether
und Andreas Vollmer zu den Deutschen Jugendmeisterschaften qualifizieren. Die
beiden Ringer Gerd Heitzmann und Nils Kiefer nahmen auch an den Deutschen
Juniorenmeisterschaften teil. Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften
der Jugend A jedoch konnte Nils Kiefer seinen Erfolg von 1989 wiederholen und
wurde erster. Andreas Vollmer wurde bei der gleichen Veranstaltung Vizemeister. Der
Sportverein war im Jahr 1991 wieder
einmal Ausrichter der Südbadischen Meisterschaften, die in Zell in der
Stadthalle ausgetragen wurden. Im Mai 1991 konnte Nils Kiefer bei den deutschen
Meisterschaften den 3.Platz belegen. Ein halbes Jahr später hieß es für den
Sportverein Abschied nehmen von Ehrenmitglied und „Alt-Löwen-Wirt“ Hans
Brunner. Er war Mitgründer des Vereins. Neben dem Ringen widmete sich Hans
Brunner auch dem Skifahren, das er in jüngeren Jahren in Gresgen vermittelte.
Ebenfalls Abschied nehmen mußte der SV vom deutschen Jugendmeister Nils Kiefer
der den Verein verließ, um sich der RG Hausen/Zell anzuschließen. Auch unser
langjähriger Trainer Manfred Trefzer schied auf eigenen Wunsch als Übungsleiter
aus dem Verein aus. 1992 starteten
für den Sportverein erstmals auch Mädchen an den Bezirksmeisterschaften.
Christine Eichin wurde in der E-Jugend Vizemeisterin. Auf Bezirksebene schied
nach zwanzig Jahren Hermann Vollmer als erster Vorstand aus. Für seine
langjährigen Verdienste wurde er vom Bezirk Oberrhein zum Ehrenvorsitzenden
ernannt. Die Nachwuchsringer der Jugend C und D konnten bei den Südbadischen
Meisterschaften in Taisersdorf unter der bewährten Leitung von Jugendtrainer
Bruno Berger den 2.Platz erreichen. Andreas Vollmer erzielte in diesem Jahr den
4.Platz bei den Deutschen Meisterschaften. An
den Bezirksmeisterschaften 1993
errang Silvia Eichin als erstes Mädchen für den Sportverein den Meistertitel. Im
Frühjahr 1993 nahmen mit Kai Kiefer, Sven Kiefer, Michael und Matthias Kiefer
wieder vier junge Nachwuchsringer aus Gresgen an den Deutschen Meisterschaften
teil. Im
Dezember dieses Jahres mußte der Sportverein von seinem Gründer, Ehrenmitglied
und großen Förderer Wilhelm Schöne Abschied nehmen. Wilhelm Schöne hat den
Verein über Jahrzehnte in den verschiedensten Ämtern begleitet. Nach dem Krieg
war er eine der Neugründer vom Verein und auch während des Hallenbaus war er
eine der treibenden Kräfte. 1994 konnte sich
Michael Kiefer, Sven und Kai Kiefer und außerdem auch Oliver Kellere erneut zu
den Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Während Sven und Michael Kiefer je
den 6.Platz belegten, erreichten Kai
Kiefer und Oliver Keller beide das kleine Finale. Oliver mußte sich am Ende mit
Platz vier geschlagen geben, doch Kai Kiefer konnte den Kampf um Bronze für
sich entscheiden. Anläßlich mehrerer Ehrungen wurde im April 1994 eine
Jubiläumsfeier in der Sporthalle in Gresgen abgehalten. In diesem Rahmen wurden
folgende Kameraden zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt: Ernst
Eichin, Fritz Eichin, Kurt Grether, Karl Schöne II, Walter Tscheulin und Kurt
Weiß. Im
Juni dieses Jahres wurden auf dem Schulhof in Gresgen die Kämpfe des ersten
Wilhelm Schöne Gedächtnisturniers zu Ehren des Verstorbenen abgehalten. Von den
vier teilnehmenden Mannschaften Kandern, Weitenau, Hausen/Zell, und Gresgen,
konnte am Ende die RG Hausen/Zell den, von der Ehefrau Frieda Schöne
gestifteten Wanderpokal entgegen nehmen. Im
Jahr 1995 mußte der Verein von den
zwei Ehrenmitgliedern Heinrich Schultheiß und Max Tscheulin Abschied nehmen.
Matthias (5.Platz) und Oliver Keller
konnten erneut an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen. Die
I.Mannschaft wurde anläßlich des 75-jährigen Jubiläums der SGE Moosch zu einem
Turnier eingeladen. Der SV belegte am Ende den 3.Platz. Ebenso unternahmen die
Aktiven einen zweitägigen Mannschaftsausflug zu einem Fußballspiel nach
Gelsenkirchen. Die Rundenkämpfe konnten in dieser Saison mit der
Vizemeisterschaften beendet werden. Im
Frühjahr 1996 löste Thomas Oswald
seinen Bruder Werner als Vorstand ab. Am 20.April 1996 wurden zwischen den
Jugendmannschaften der RG Hausen/Zell, der Weitenau – Wieslet, dem KSV Weil und
dem SV Gresgen die Kämpfe anläßlich des zweiten Wilhelm Schöne
Gedächtnisturniers ausgetragen, das erneut von der RG Hausen/Zell gewonnen
wurde. Am
Pfingstwochenende wurde das Grümpelturnier auf dem Rümmelesbühl jetzt schon zum
10. Mal ausgetragen. Das
41. Treffen der Alten Athleten vom Oberrrhein und der Schweiz wurde in diesem
Jahr vom Sportverein Gresgen auf dem Sportplatz in Hausen ausgerichtet. Im
Rahmen der Fahnenübergabe konnte eine ganze Reihe verdienter langjähriger
Gresgener Mitglieder für ihre Mitgliedschaft bei der Vereinigung „Alte Athleten
vom Oberrhein und der Schweiz“ vom Vorsitzenden Heinz Georg geehrt werden: Für 40jährige
Mitgliedschaft : Hermann
Vollmer, Ernst Vollmer, Günther Wagner und
Dieter Wagner (Ehrennadel in Bronze) Für 50jährige
Mitgliedschaft: Kurt Eichin und
Egon Eckenstein
(Ehrennadel in Silber) Für
60-jährige Mitgliedschaft:
Fritz Vollmer, Hermann Wehrle und Johannes Glatt
(Ehrennadel Gold) Bei
den Rundenkämpfen konnte die I.Mannschaft ein optimales Saisonergebnis
erzielen. Mit dem Gewinn der Meisterschaft und konnte die Mannschaft unter
ihren Trainern Peter Giesin und Michael Berger an die Aufstiegskämpfen zur
Verbandsliga Südbaden teilnehmen. Die Kämpfe gegen den Konkurrenten
Gutach-Bleibach gingen jedoch knapp verloren. Am Ende des Jahres mußten wir
Abschied nehmen vom Ehrenmitglied Walter Tscheulin, der im Alter von 62 Jahren
verstarb. 1997
konnte Michael Kiefer als dritter der Südbadischen Meisterschaften an den
Deutsche Meisterschaften teilnehmen. Unsere I.Mannschaft erreichte am Ende der
Runde mit ihrem Trainer Bruno Berger hinter der II. Mannschaft vom TSV Kandern
den 2.Platz in der Bezirksliga. Im
Sommer 1997 verstarb das Ehrenmitglied Johannes Glatt, der nach dem
II.Weltkrieg maßgeblich am Gedeihen unseres Vereins mitverantwortlich war. Sehr
erfolgreich begann das Vereinsjahr 1998.
Nach guten Ergebnissen bei Bezirks- und Südbadischen Meisterschaften nahm
Silvia Eichin an den Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend teil. Groß
war die Freude für unseren Verein als Trainer Bruno Berger mit seinen
Schützlingen Markus Eichin und Michael Kiefer von den Deutschen Meisterschaften
aus Aue in Sachsen zurückkam. Markus Eichin schaffte es als zweiter Ringer aus
Gresgener Ringer nach Nils Kiefer sich bei der Jugend A in der Klasse bis 115
kg den Meistertitel zu holen. Mit stehenden Ovationen wurden die Heimkehrer im
Gasthaus Gässle in Gresgen von den Vereinskollegen empfangen. Einen Monat
später konnten Markus Eichin und Matthias Kiefer bei den Deutschen
Meisterschaften der Junioren teilnehmen. Unser Deutscher Meister Markus Eichin
am „ Int.Nelson Cup“ in Prag teil, bei dem er seine Gegner besiegen konnte und
somit auf Platz eins landete. Einen Monat später wurde Markus Eichin im Rahmen
des Walter-Gerbel-Gedächtnisturniers vom Bezirksvorsitzenden Helmut Wernet mit
dem silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. In
diesem Vereinsjahr mußte der Verein gleich von vier Ehrenmitgliedern Abschied.
Im Mai starben Fritz Heitzmannn aus Hausen und Altbürgermeister Karl Schöne.
Beide waren Männer der ersten Stunden im Sportverein, vor allem Karl Schöne
galt stets als förderndes Glied im Verein. Anfang August starb Hermann Räuber
aus Zell und nur eine Woche später mußte sich der Verein auch vom Ehrenmitglied
Hermann Heitzmann trennen. Hermann Heitzmann nahm rege am Vereinsgeschehen teil
und begleitete den Verein über Jahrzehnte auch mit einem Amt in der
Vorstandschaft. Wie
im Vorjahr belegte die I.Mannschaft am Ende der Rundenkämpfe den 2.Platz in der
Bezirksliga unter ihrem Trainer Bruno Berger und Betreuer Axel Grether. Seit
längerer Zeit wurde im Februar 1999 wieder
einmal ein Riesentorlauf für die Dorfjugend durchgeführt. Die
Früchte einer guten Jugendarbeit konnte unser Verein auch im Jahr 1999 wieder
ernten. Neben zahlreichen Bezirksmeistern und Südbadischen Meistern konnte
Markus Eichin seinen Erfolg vom Vorjahr wiederholen und sicherte sich mit drei
Siegen seinen zweiten Deutschen Meistertitel in der Gewichtsklasse bis 115kg.
Ebenso konnten seine Schwester Silvia Eichin und der Jugendringer Sven Probst
an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen. Auf
große Reise begaben sich zwei unserer Nachwuchsringer über die Osterfeiertage.
Sven Probst siegte im holländischen Ütrecht in seiner Gewichtsklasse bis 85 kg
überlegen. Achim Wehrle unterlag bei diesem in Europa größten Ringerturnier im
kleinen Finale knapp nach Punkten. Im
April dieses Jahres konnte Markus Eichin bei den Deutschen Meisterschaften der
Junioren einen hervorragenden 3.Platz erreichen. Beim
Walter-Gerbel-Gedächtnisturnier wurde Markus Eichin für seine Leistungen vom
Bezirksvorsitzenden Helmut Wernet mit dem goldenem Lorbeerblatt ausgezeichnet. Ein
weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war die Einweihung des neuen Bürgerzentrums
in Gresgen bei der auch der Sportverein mitwirkte. Gerade für unsren Verein
bietet das neue Bürgerzentrum bessere Möglichkeiten. Die
Aktivmannschaft konnte diese Runde erneut mit dem Meistertitel beenden. Mit
dieser Leistung hat die Mannschaft unter ihren Trainern Peter Giesin und
Michael Berger ein optimales Saison – Ergebnis
erzielt. Als verdienter Gewinner des Aufstiegturniers der drei Bezirksmeister
aus Südbaden ging nach zehn Stunden harten Ringen im Bürgerzentrum die zweite
Mannschaft des TSV Tennenbronn hervor. Der SV konnte mit einem Sieg gegen den
RSV Schuttertal auf dem 3.Platz landen. Zum
Abschluß dieses ereignisreichen Vereinsjahres war der Sportverein Gresgen seit
längerer Zeit wieder einmal Ausrichter und Gastgeber der
Bezirksmeisterschaften. Unsere E-Jugend konnte bei diesem Turnier im
Bürgerzentrum erfreulicher weise die Mannschaftswertung gewinnen. Leider galt
es bei dieser Veranstaltung unseren langjährigen Kampfrichter Adolf Heitzmann
zu verabschieden. Adolf Heitzmann der in unserem Verein auch Ehrenmitglied ist,
ist seit 21 Jahren Kampfrichter im Bezirk. Mit Engagement und Einfühlungsvermögen
leitete er das Geschehen auf der Matte. Besonders
erfreulich ist es, daß die erste Mannschaft im Jubiläumsjahr nach dem die
Aufstiegskämpfe verloren gegangen sind, nachträglich durch den Verzicht einer
anderen Mannschaft doch noch in die Verbandsliga Südbaden aufsteigen konnte. Neben
den Bezirks- und Südbadischen Meistern die der Verein stellen konnte, ist es
mit Tatjana Grether und Silvia Eichin auch wieder zwei Mädchen gelungen den
Südbadischen Meistertitel zu erkämpfen. Eine
herausragende Leistung, die vorher noch keinem in der Vereinsgeschichte
gelungen ist, konnte Markus Eichin erreichen. Zum dritten Mal in Folge konnte
er sich im Jubiläumsjahr schon zum dritten Jahr nun schon den Deutschen
Meistertitel sichern. Mit dieser Plazierung konnte Markus Eichin sich zur
Europameisterschaft im bulgarischen Sofia qualifizieren. Bei diesem Turnier
konnte er sich bei 13 Teilnehmern in seiner Gewichtsklasse bis 115 kg mit zwei
Siegen den 4.Platz sichern. Wenn
wir am Ende dieses Berichtes auf den Werdegang des Sportvereins zurückblicken,
so gilt unsere Bewunderung in erster Linie den Männern der ersten Stunde, die
unter großen Opfern in der damaligen Zeit den Verein ins Leben riefen. Weiter
denen, die nach dem Chaos des zweiten Weltkrieges dem Sport in Gresgen zu neuem
Leben verhalfen. Nicht
vergessen seien auch allen, die in diesem Bericht nicht erwähnt werden konnten,
die aber in all der Zeit stets den Verein förderten. Mögen
die Verantwortlichen des Sportvereins nie den Mut zur Selbständigkeit zu
verlieren, denn dies ist man all denen schuldig, die Zeit, Geld und sehr viel
Idealismus für unseren Verein geopfert haben. |


Neue Vorstandschaft ab dem 14.11.2008


